Energieberatung Graz

Landesförderung thermische Sanierung



Allgemeine Informationen



Grundsätzliche Voraussetzungen
  1. Gebäudealter:
    Ein Mindestalter des Gebäudes wird für thermische Sanierungsmaßnahmen nicht vorausgesetzt.
    Für das zu fördernde Objekt muss eine Benützungsbewilligung vorliegen.

  2. Zum Zeitpunkt, zu dem Sie ein Förderansuchen einreichen möchten, können die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein.
    Wichtig: Um die Förderung muss innerhalb von 2 Jahren, gerechnet vom Tag der Ausstellung der ältesten Rechnung, angesucht werden.
Was wird gefördert?
Hier finden Sie eine unvollständige Auswahl an Maßnahmen, für die eine Förderung beantragt werden kann. Bitte entnehmen Sie genaue Informationen dem Informationsblatt der Steiermärkischen Landesregierung.
  • Kostensparende Ausführung der Sanierungsmaßnahmen
    Gefördert werden nur die auf den Wohnbereich entfallenden (angemessenen) Kosten. Es werden keine Eigenleistungen gefördert. Die Sanierungsmaßnahmen müssen Kosten sparend ausgeführt werden.

  • Photovoltaikanlagen
    Bei der Errichtung von Photovoltaikanlagen werden maximal 3kWp pro Wohneinheit gefördert. Es wird jeweils nur eine Anlage/Zählpunkt pro Wohneinheit gefördert.

  • Nutzung als ständiger Wohnraum
    Wohnungen für die eine Förderungszusicherung erfolgt ist, müssen ständig bewohnt werden.
    Von der Förderung ausgenommen sind:
    • Zweitwohnungen
    • Ferienwohnungen
    • Fremdenzimmer
    • Wochenendhäuser
    • Büro- und Geschäftsräume
  • Förderungen von anderen Stellen
    Förderungen anderer Stellen (bspw. Bund, Gemeinde, usw.) müssen grundsätzlich bei der Ermittlung der förderbaren Kosten in Abzug gebracht werden.
Was bzw. wann wird nicht gefördert?
Verschönerungsmaßnahmen werden nicht als Sanierungsmaßnahmen gewertet: Darunter fallen bspw. die Erneuerung von Fußböden oder Innentüren, Verputz- und/oder Maler- und Anstricharbeiten. Diese werden nicht vom Land Steiermark gefördert.

Die Gewährung einer Förderung durch das Land Steiermark erfolgt grundsätzlich erst ab einer anerkannten förderbaren Kostensumme von € 1.500.-.
Richtlinien für die Förderhöhe
Die förderbare Kostensumme pro Wohnung ist abhängig von der Art der Sanierungsmaßnahme bzw. der Anzahl der Ökopunkte. Es werden maximal 4 Ökopunkte vergeben.

Förderbare Kostensumme je Wohnung
Basisförderung (0 Ökopunkte) Max. € 30.000.-
1 Ökopunkte Max. € 35.000.-
2 Ökopunkte Max. € 40.000.-
3 Ökopunkte Max. € 45.000.-
4 Ökopunkte Max. € 50.000.-


Das Land Steiermark fördert die umgesetzten Sanierungsmaßnahmen nach verschiedenen Vergaberichtlinien oder Kriterien. Dazu zählen auch die so genannten Ökopunkte.

Hier finden Sie eine Auswahl von Sanierungsmaßnahmen mit den jeweiligen Ökopunkten, die Sie dafür erhalten, und die die Fördersumme erhöhen.

Die genaue Zuteilung von Ökopunkten für sämtliche Sanierungsmaßnahmen können Sie dem Informationsblatt des Landes Steiermark entnehmen.

Ausgewählte Einzelbeispiele für die Vergabe von Ökopunkten
Ökopunktevergabe nach jeweiliger Sanierungsmaßnahme
Basisförderung (0 Ökopunkte)/je Maßnahme
  • Kosten der Erstellung des Energieausweises
  • Kesseltausch bei bestehenden Heizungsanlagen (Auflagen siehe Infoblatt Land Stmk.)
  • Wärme dämmende Maßnahmen (Außenwände, Kellerdecke, Wände zum nicht beheizten Dachraum)
  • Einbau neuer Fenster und Türen, usw...
1 Ökopunkt/je Maßnahme
  • Fernwärmeanschluss
  • Einbau Biomasseheizung (Scheitholzgebläsekessel bzw. Kombikessel sind im Großraum Graz nicht förderbar!)
  • Einbau Solaranlage und/oder Einbau teilsolare Heizung
  • Einbau einer Brauchwasserwärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage (min. 1,5 kWp)
  • Einbau einer Wärmepumpenheizung (Jahresarbeitszahl JAZ ≥3,5)
  • Einbau einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ev. in Verbindung mit einer Kompaktwärmepumpe
  • Einbau eines Heizsystems mit erneuerbarem Energieträger in Verbindung mit einem wasserführenden Massivspeicher-Heizungssystem (Kachelofen)
  • Innovative Technologien (z.B. Blockheizkraftwerke, Grätzelzelle, udgl.)
  • Niedertemperatur-Wärmeabgabesystem (Fußbodenheizung) mit maximaler Vorlauftemperatur von 40°C
  • Wärmedämmung unter Verwendung von ökologischem Dämmmaterial
  • Wärme dämmende Maßnahmen an der Gebäudehülle bei Unterschreitung der wärmetechnischen Mindestanforderung um mindestens 10%
  • Einbau Photovoltaikanlage (bei einem Eigenheim/Reihenhaus mit min. 2 kWp; bei einem mehrgeschoßigen Wohnhaus min. 1,5 kWp pro Wohneinheit)
2 Ökopunkt/je Maßnahme
  • Wärme dämmende Maßnahmen an der Gebäudehülle bei Unterschreitung der wärmetechnischen Mindestanforderung um mindestens 20%

Förderung „Umfassende energetische“ Sanierung



Wer kann um die Förderung ansuchen?
LiegenschaftseigentümerInnen, MiteigentümerInnen, WohnungseigentümerInnen oder MieterInnen (Nutzungsberechtigte) können um die Förderung ansuchen.

Unter welchen Voraussetzungen kann um die Förderung angesucht werden?

Diese Fördermaßnahme zielt auf die thermische Sanierung von Bestandsgebäuden ab. Das Haustechniksystem (Heizungsanlage bzw. Warmwasseraufbereitung) soll unter Nutzung alternativer Energieformen verbessert werden.

Für das Ansuchen um die Förderung „Umfassende energetische“ Sanierung muss das Gebäudealter 30 Jahre betragen und eine Benützungsbewilligung vorliegen. Die Förderung kann nur für Wohngebäude angesucht werden.

Die Förderung „Umfassende energetische“ Sanierung kann nicht für die Neuschaffung von Wohnraum in bestehenden Gebäuden beantragt werden (bspw. Dachgeschoß-Ausbau).
Welche Sanierungsmaßnahmen werden gefördert?
Als Verbesserungsmaßnahmen/Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle und/oder Erneuerung/Instandsetzung des Haustechniksystems gelten:

Maßnahmen Gebäudehülle (mindestens 3 Teile der Gebäudehülle müssen saniert werden)
  • Sanierung oder Tausch der Fenster und Außentüren
  • Dämmung: Dachschräge, Wände zum unbeheizten Dachraum, oberste Geschoßdecke
  • Dämmung: Außenflächen (Fassade)
  • Dämmung: Kellerdecke, Wände und Fußboden gegen Erdreich
Maßnahmen Haustechniksystem
  • Fernwärmeanschluss
  • Biomasseheizung
  • Wärmepumpenheizung (JAZ≥3,5)
  • Brauchwasserwärmepumpen in Verbindung mit PV
  • Solaranlage
  • Photovoltaikanlage (PV)
  • Innovative Technologien (Blockheizkraftwerke usw.)
  • hydraulischer Abgleich und Einbau von Thermostatvenilen; Tausch der Umwelzpumpe
  • Dämmen der Leitungen und Armaturen
Welche Verbesserung muss durch die Sanierungsmaßnahme/n erreicht werden?
Eine Sanierung gilt dann als „umfassend“ wenn die Maßnahmen zu folgender Verbesserung des energetischen Standards führen:

  Heizwärmebedarf HWB [kWh/m²a]
Gesamtenergieeffizienz-Faktor fGEE
ab 01.01.2019 21 x (1 + 2,5 / Lc) [-]
25 x (1 + 2,5 / Lc) 1,05
ab 01.01.2021 17 x (1 + 2,5 / Lc) [-]
25 x (1 + 2,5 / Lc) 0,95
Brauche ich den Energieausweis um die Förderung ansuchen zu können?
Ja, für die Förderung "umfassende energetische“ Sanierung der Landesregierung sind zwei Energieausweise verpflichtend vorzulegen. Darin enthalten sind jeweils die Energiewerte (Heizwärmebedarf HWB und Heizenergiebedarf HEB) vor der Sanierung und nach der Sanierung. Die Kosten für die Erstellung können in die Fördersumme mit einbezogen werden.

Sie erhalten von uns die erstellten Energieausweise zur Vorlage bei der Steiermärkischen Landesregierung. Weiters ist das HWB-HEB Berechnungsblatt der Förderstelle vorzulegen. Dieses beinhaltet die Bestätigung der von uns als Energieausweisersteller berechneten HWB-HEB Werte. Die ordnungsgemäße Ausführung der energetischen Verbesserung durch die Sanierungsmaßnahmen muss von den beauftragten Firmen ebenso bestätigt werden. Die zu fördernden Sanierungsmaßnahmen müssen durch Vorlage der bezahlten Originalrechnungen belegt werden.
Ich saniere zusätzlich noch andere Bereiche des Gebäudes/meines Hauses. Bekomme ich dafür auch eine Förderung?
Wer im Rahmen der „umfassenden energetischen“ Sanierung Verbesserungs- oder Erhaltungsarbeiten durchführt, z.B. Elektroinstallationen, Sanitärinstallationen (Erneuerung Bad/WC), Dachinstandsetzung, Trockenlegung von Mauern, usw., kann die Aufwendungen für derlei Arbeiten mit bis zu maximal 25% der anerkannten Kosten der „umfassenden energetischen“ Sanierung mitgefördert bekommen.

Ansonsten werden solche Maßnahmen nur im Rahmen der „kleinen“ Sanierung gefördert.

Achtung: Baubewilligung und Errichtung des zu fördernden Gebäudes mindestens 30 Jahre
Worin besteht die Förderung?
Bei der Art der Förderung kann zwischen zwei Varianten gewählt werden:
  1. Gewährung von nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschüssen zu Darlehen (Abstattungskrediten)
  2. einmaliger Förderbeitrag.
Variante 1: Gewährung von nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschüssen
Bei einer Laufzeit von 14 Jahren (längere Laufzeit zulässig) können für die Rückzahlung von Darlehen nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse im Ausmaß von 30% auf die Dauer von 14 Jahren (28 Halbjahresraten) gewährt werden.

Variante 2: Gewährung eines einmaligen Förderungsbeitrages
Der Förderungsbeitrag wird im Ausmaß von 15% der anerkannten Kosten gewährt.

Bitte entnehmen Sie die genauen Informationen den Informationsblättern des Landes Steiermark. Sie finden diese unter Download Formulare

Förderung „kleine“ Sanierung



Wer kann um die Förderung ansuchen?
LiegenschaftseigentümerInnen, MiteigentümerInnen, WohnungseigentümerInnen oder MieterInnen (Nutzungsberechtigte) können um die Förderung ansuchen.
Unter welchen Voraussetzungen kann um die Förderung angesucht werden?
Wer die Voraussetzungen für die Förderung „umfassende energetische“ Sanierung nicht erfüllt, weil weniger umfangreiche Sanierungsmaßnahmen oder Einzelmaßnahmen geplant sind, kann um die Förderung „kleine“ Sanierung ansuchen.
Welche Sanierungsmaßnahmen werden gefördert?
Verbesserung der thermischen Qualität von einzelnen Außenbauteilen. Dazu zählen:
  • Fenster/Außentüren
  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der Kellerdecke
  • Dämmung von Dachschrägen und Wänden zum nicht beheizten Dachraum
(Einzel-)Maßnahmen am Haustechniksystem

  • bei (Einzel)-Maßnahmen am Haustechniksystem (Fernwärmeanschluss, Errichtung einer Biomasseheizung, Solaranlage, Elektroinstallation, Sanitärinstallation, diverse Sicherheitsmaßnahmen, usw.)
  • bei Neuschaffung von Wohnraum in bestehenden Gebäuden (z. B. Dachgeschoß-Ausbau, Einbau von Wohnungen in einem Bürogebäude)
  • bei Neuschaffung (durch Dachgeschoß-Ausbau) und/oder Erweiterung (durch Zubau) von Wohnraum bei bestehenden Eigenheimen (Ein-und Zweifamilienwohnhäusern) sowie
  • bei Erhaltungsarbeiten (Instandsetzung des Daches, Mauertrockenlegung,usw.).
Welche Verbesserung muss durch die Sanierungsmaßnahme/n erreicht werden?
Bei der Dämmung von Außenbauteilen müssen folgende U-Werte eingehalten werden

Maßnahmen U-Werte
Außenwand 0,25 W/m2K
Dachschrägen/Wände zum nicht beheizten Dachraum/Oberste Geschoßdecke 0,18 W/m2K
Kellerdecke/Fußboden gegen Erdreich 0,30 W/m2K


Bei Maßnahmen an der thermischen Gebäudehülle müssen die energetischen Mindeststandards für wärmeübertragende Bauteile entsprechend der OIB-Richtlinie 6 (Ausgabe März 2015), Tabelle Pkt. 4.4.1., um mindestens 12 % unterschritten werden.

Ein Nachweis der ausreichenden Wärmedämmung im Formblatt WBF-6a ist zu erbringen. Sie finden dieses Formular, das dem Förderansuchen beizulegen ist, in unserem Downloadcenter.
Worin besteht die Förderung?
Die Förderung besteht in der Gewährung von nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschüssen zu Darlehen und Abstattungskrediten

Zwei unterschiedliche Formen können gewählt werden:

Bei einer Laufzeit von 10 Jahren (längere Laufzeit zulässig) können für die Rückzahlung von Darlehen nicht rückzahlbare Annuitätenzuschüsse im Ausmaß von 15% auf die Dauer von 10 Jahren (20 Halbjahresraten) oder einem nicht rückzahlbaren Annuitätenzuschuss für die Dauer von 14 Jahren (längere Laufzeit zulässig) (28 Halbjahresraten) gewährt werden.

Bitte entnehmen Sie die genauen Informationen den Informationsblättern des Landes Steiermark. Sie finden diese unter Download Formulare

Kontakt

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+43 316 422 449
E-Mail:office@energieberatung-graz.at